TRA-Thermisch-Regenerative Abluftreingung

Die KBA-CleanAir TRA-Anlagen sind die optimale Lösung für ein breites Anwendungsspektrum. Ideale Einsatzgebiete sind Abluftvolumenströme mit geringen bis mittleren Lösemittelkonzentrationen und keinem oder nur geringem zusätzlichem Abwärmebedarf.

Bei diesem Verfahren ist ein autothermer Betrieb, d.h. ein Betrieb ohne zusätzlichen Primärenergiebedarf, bereits ab Lösemittelkonzentrationen von 1,2 g/m³ möglich. Aber auch bei geringeren Konzentrationen arbeitet die TRA infolge der sehr hohen internen Wärmerückgewinnung von bis zu 98 % sehr wirtschaftlich.

 

Die in der Abluft enthaltenen Lösemittel werden in einer Brennkammer bei Temperaturen von ca. 800-830°C zu Kohlendioxid und Wasserdampf oxidiert. Die interne Wärmerückgewinnung erfolgt hierbei mit Hilfe des von der KBA entwickelten hocheffektiven keramischen Wärmetauschersystems XtraComb®. Dieses wird abwechselnd von Rein- und Rohgas durchströmt und nimmt dabei einen Großteil der Wärmeenergie des heißen Reingases auf bzw. gibt Energie an das kalte Rohgas ab.
Das regenerative Verfahren ist ein diskontinuierliches Verfahren, d. h. der Abluftvolumenstrom wird zyklisch umgeschaltet und der jeweils zuvor vom heißen Reingas erhitzte Wärmetauscher wird im nächsten Zyklus zur Aufheizung des kalten Rohgases verwendet.
Die KBA-CleanAir-Anlagen sind für niedrigste Betriebskosten konzipiert: Durch spezielle Entwicklungen und Steuerungen werden die Anlagen stets entsprechend den jeweiligen Betriebsbedingungen optimiert, so dass hohe Wirkungsgrade und niedrigste Betriebskosten erzielt werden können.
In Abhängigkeit von der Anwendung stehen bei diesem Verfahren unterschiedliche Baureihen zur Verfügung:

  • 2-Turm
  • 3-Turm
  • Kleinanlagen: TRAcompact

 

Die bekannteste regenerative Bauweise ist die 3-Turm-Bauweise, bei der die zu reinigende Abluft zyklisch zwischen drei Behältern (Roh- und Reingas- bzw. Spülbehälter) umgeschaltet wird. Dieses Verfahren entspricht höchsten Anforderungen und garantiert niedrigste Reingaswerte.

Das zum Zeitpunkt des Umschaltens sich noch im Rohgasbehälter befindliche Abluft-Restvolumen, wird zunächst im dritten Behälter gespült, bevor der Behälter im nächsten Zyklus als Reingasbehälter verwendet werden kann. Auf diese Art und Weise werden Emissionspeaks im Reingas sicher vermieden und selbst bei Lösemittelkonzentrationen von bis zu 12 g/m³ in der Abluft die erforderlichen Grenzwerte sicher eingehalten.

Beispiele von Zusatzeinrichtungen:

  • Heißer Bypass zur Energieausschleusung bei sehr hohen Konzentrationen
  • Online- oder Off-line-Burnout zur Reinigung des keramischen Wärmetauschers
  • Innovative Energiemanagementsysteme XtraBalance und XtraControl
  • Abhitzekessel zu Dampf, Thermoöl oder Heißwasser

Für Anwendungen mit niedrigen Kohlenwasserstoffkonzentrationen und geringen Umsatzforderungen wurde die kostengünstige 2-Turm-Variante entwickelt.
Bei der 2-Turm-Baureihe wird auf den dritten Behälter, den "Spülbehälter", verzichtet. Schnelle, luftdichte KBA-Ventile in robuster Industriebauweise sichern aber auch bei dieser Betriebsweise niedrigste Reingaswerte.
Durch Einbau eines Puffersystems können die Umschaltspitzen zusätzlich erfasst und die unverbrannten Kohlenwasserstoffe in die Anlage zurückgeführt werden.

 

Die TRA-Kompaktbaureihe TRAcompact biete eine investitions- und betriebskostengünstige Alternative für kleine Volumenströme bis 10.000 m³/h - entweder als direkte Reinigung der anfallenden Prozessabluft oder nach Aufkonzentrationsanlagen zur Reinigung der angereicherten Desorptionsluft. Die einfache, robuste und kompakte Bauweise ermöglicht kurze Montage- und Inbetriebnahmezeiten und geringen Wartungsaufwand.


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